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Stocherkahnfahrt im Winter

By 28. Januar 2019

Es war der perfekte Samstag für unsere geplante Stocherkahnfahrt durch das Naturschutzgebiet Taubergießen.  Als ich morgens aus dem Fenster schaute, hätte es durchaus Frühling sein können – strahlend blauer Himmel. Aber nein, es war der 19. Januar 2019.

Zusammen mit unseren Freunden haben wir für heute eine Stocherkahnfahrt im Naturschutzgebiet Taubergießen am Westrand der Ferienregion Schwarzwald gebucht. Ich freute mich schon lange auf diesen Tag, denn ich kannte die Fahrt bisher nur im Sommer. Umso gespannter war ich, das Naturschutzgebiet auch einmal im Winter zu erkunden.

Das Naturschutzgebiet Taubergießen, eines der größten Schutzgebiete in Baden-Württemberg, liegt auf der südlichen Oberrheinebene – zwischen Freiburg und Offenburg, überwiegend auf der Gemarkung der Gemeinden Kappel-Grafenhausen, Rust und Rheinhausen.

Wir buchten unsere Tour bei einem bekannten Fischer aus Rheinhausen, wo unsere Tour auch startete. Unsere Autos parkten wir am Wanderparkplatz in Oberhausen und liefen gemeinsam mit dem Fischer zur Bootsanlegestelle.

Wir hatten alle unsere dicken Jacken und Decken dabei, denn trotz blauem Himmel war es auf dem Wasser eisig kalt und unsere Fahrt sollte ca. 2 Stunden dauern.  Schon nach den ersten 100 Metern waren wir weit weg von all dem Alltagsstress und mitten in der unberührten Natur.  Der Fischer hatte nicht nur einen leckeren Glühwein dabei, sondern erzählte uns viel zur Geschichte, der Natur und den im Schutzgebiet lebenden Tieren und Pflanzen.  „Da vorne links könnt ihr den Eisvogel sehen“.  Alle suchten gespannt nach dem kleinen, blau glänzenden Eisvogel. Und da war er tatsächlich in all seiner Pracht.

Abgelenkt durch den schönen Eisvogel haben wir die erste Brücke mit der Strömung gar nicht gesehen. Oh je, da passen wir niemals durch, dachte ich als ich die enge Stelle mit dem schneller fließenden Wasser vor uns sah. Das ist ja fast wie Achterbahnfahren. Hoffentlich bleiben wir nicht stecken.  Doch wir mussten keine Angst haben, unser Fischer steuerte geradeaus auf die Brücke zu und wir fuhren ohne Probleme die kleine Strömung hinunter.

Ganz gespannt lauschten wir weiter den Geschichten des Fischers, beobachteten die Schwäne, Vögel und ließen die Natur einfach auf uns wirken.

Unsere Fahrt endete nach ca. 2 Stunden in Rust.

Wir haben beschlossen, zu Fuß zurück zu unseren Autos zu laufen. Alternativ hätte uns der Fischer wieder mit zurück genommen.

5-6 Km, etwa 2 Std von Oberhausen nach Rust;
Rückweg zu Fuß etwa 1 Std